Jugendgemeinderat Richtlinien

Zielsetzung
Es ist notwendig, für Jugendliche Möglichkeiten zu schaffen, ihre Lebens- und Entwicklungsbedingungen aktiv mitgestalten zu können. Das Beteiligungsmodell “Jugendgemeinderat” gestattet den Jugendlichen öffentliches Engagement und das Einbringen von Ideen, Wünsche und Kritik in den politischen Kontext der Stadt. Das Zugeständnis an die Jugendlichen mitreden und mitbestimmen zu dürfen, zeigt den Jugendlichen, dass sie beachtet und ernst genommen werden. Der Wirkungsbereich des JGR trägt als zusätzliches Element zur öffentlichen Meinungsbildung bei.

1. Aufgabenstellung / Themenfindung
Die Aufgabe besteht darin, sich an allen jugendrelevanten Belangen der Stadt zu beteiligen, Konzepte zu erarbeiten und Lösungsvorschläge einzubringen wie z.B. Sozial-, Bildungs-, Kultur- und Umweltfragen, Mitarbeit bei Großprojekten etc. Die zu behandelnden Themen sollen die Jugendlichen selbst festlegen – die Inhalte sollen die Lebenswelt und die Zukunft von Jugendlichen betreffen und aus eigener Motivation in den Vordergrund gestellt werden. Aktuelle Themen in der Stadt können auch von Seiten der Stadtverwaltung an die Jugendlichen herangetragen werden. Die Beschlußfassung des JGR sind Vorschläge an den Gemeinderat, die Fachausschüsse, die Referate und die Verwaltung und sollen je nach Zuständigkeit in diesen Gremien behandelt werden.

2. Zusammensetzung
Der Jugendgemeinderat hat 25 Mitglieder. Den Vorsitz hat der Bürgermeister. Der Bürgermeister kann den Vorsitz übertragen.

3. Wahl des Jugendgemeinderates
Wahlberechtigt und wählbar sind Schülerinnen, Schüler und Lehrlinge mit Hauptwohnsitz Weiz oder in einer der Gemeinden der Kleinregion Weiz (Etzersdorf-Rollsdorf, Gutenberg an der Raabklamm, Krottendorf, Mitterdorf an der Raab, Mortantsch, Naas, St. Ruprecht an der Raab, Thannhausen und Unterfladnitz). Wahlberechtigt sind Schülerinnen und Schüler ab der 8. Schulstufe (ca. 14 Jahre) bis zum Schulabschluß und Lehrlinge im Rahmen ihrer Lehrausbildung bis zur Vollendung ihres 21. Lebensjahres.

4. Wahlverfahren
Jede Wählerin bzw. jeder Wähler verfügt über 1 Stimme. Die Sitze werden an die Kandidatinnen bzw. Kandidaten jeweils nach der Höchstzahl der erreichten Stimmen vergeben. Die Kandidatinnen bzw. Kandidaten, auf die kein Sitz entfallen ist, sind in der Reihenfolge der von ihnen erreichten Stimmenzahlen Ersatzleute. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. Die Verteilung der Stimmen erfolgt folgendermaßen: Jede der neun Schulen in Weiz (HS I, HS II, HS III, Polytechnikum, BG/BRG Oberstufe, HTL, HAK/HASCH, HLW), enthält 2 Sitze, die restlichen 7 erhalten die Lehrlinge.

5. Ausscheiden und Nachfolge
Wenn ein Mitglied des Jugendgemeinderates im Laufe der Wahlperiode den Hauptwohnsitz Weiz oder der Kleinregion Weiz aufgibt, scheidet es aus dem Jugendgemeinderat aus. Bei Schulwechsel, Antritt einer Lehre, Lehrstellenwechsel, Annahme einer Hilfsarbeit oder vorübergehender Arbeitslosigkeit ist ein Verbleiben im Amt möglich. Im obigen Fall und in sonstigen Fällen des Ausscheidens von Mitgliedern des Jugendgemeinderates rücken die Ersatzleute in den Jugendgemeinderat nach.

6. Wahlperiode
Der Jugendgemeinderat ist auf 2 Jahre gewählt.